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| start | Mit Inspirationen aus dem Meer auf zu neuen Ufern Von Cornelia Müller In Eckernförde gibt es das erste Postamt für die Buddel mit Brief | für finder |
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![]() | Eckernförde – Flaschenpost – das ist eine Buddel mit Brief, die irgendwann irgendwo über Bord geworfen wird, damit sie irgendwo von irgendjemandem gefunden und gelesen werde. Wer seine Post zur See an Unbekannt verschickt, mag ein Träumer sein. An Bord des Haikutters „Platessa von Esbjerg“ aus Eckernförde werden solche Träume jetzt wahr: Auf dem Traditionsschiff nahm das erste Flaschenpostamt zur See seinen Betrieb auf. | |
| kontakt | Nein, eine Behörde ist die „Platessa“ nicht. Und Postadmiral Ewald Huß ist kein Beamter, sondern Skipper des betagten Segelschiffs. Zusammen mit ein paar Freunden, bei einer Flasche guten Weines, hatte sich der Seebär eines Abends im Juli 2004 auf den Wellen der Fantasie treiben lassen und war dabei – plopp! – der Idee von der organisierten Flaschenpost begegnet. Verbindungen, ja Freundschaften könnte so ein Zufallsfund am Strand doch stiften. Ein Aufbruch zu neuen Ufern… | logbuch |
![]() | „Per Flaschenpost schickt man Grüße auf die Reise ins Unbekannte“, sagt Ewald Huß. Er selbst kann etliche solcher Geschichten erzählen. Die von „Hubi“ zum Beispiel. Der Eckernförder Kneipenwirt hatte vor drei Jahren beim Segeln einen Gruß nebst Essensgutschein per Weinflasche der Ostsee anvertraut. Jetzt fand eine Urlauberin die unversehrte Meeresfracht am Strand von Grönwohld, entkorkte sie gespannt und erkundigte sich auf dem örtlichen Campingplatz, wie sie zu dem angegebenen Lokal in Eckernförde finde. Was sie nicht ahnte: Der, den sie fragte, war „Hubi“! „Da sage einer, dass es Zufälle gibt“, schmunzelt der Skipper. | ![]() |
Amtlich sollte das Vorhaben Flaschenpost natürlich nicht werden, eher fantastisch. Huß, der Mann mit den sieben Berufen, ist ganz nebenbei auch noch plattdeutscher Literat und Mitglied des „Künstler- und Chaoten-Stammtischs“ Eckernförde – und der fand in der Idee sofort ein geniales Kommunikationsprojekt. Gesagt, getan: Seebären, Schreiber, Maler, Musiker, Kneipenwirt organisierten die Kunstaktion FLASCHENpOSTsee, die mittlerweile nicht nur munter auf den virtuellen Wellen des Internets schwabbelt. |
| Gestern Mittag warf „Platessa“ bei Böen der Stärke acht am Eckernförder Kai für die erste offizielle Postexpedition die Leinen los. In Höhe des Marinehafens flog die gut verkorkte Maxiflasche bei steifem Westwind im Bogen über Bord. Viele weitere sollen folgen, denn jeder kann bei Huß und Freunden eine Postbuddel in Auftrag geben. Eine Urkunde mit den Koordinaten der Seekarte belegt dann den „Einwurfort“.
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Gewerblich ist das Projekt nicht angelegt. Der Zweck ist eher kreativ: Aus den erhofften Rückmeldungen will Huß plattdeutsche Geschichten verfassen, die er per Internet zugänglich macht. Beispiele solcher Flaschenpostpoesie sind dort bereits nachzulesen. Auch die anderen Künstler setzen auf Inspiration aus dem Meer. | Gespannt darf man sein, was das gestrige „Erstlingswerk“ in Form einer besonders großen Buddel nach sich zieht. Neben der Gründungsurkunde enthält sie Konzertkarten, Gutschein für Übernachtung und Essen in Eckernförde und das Versprechen der Bürgermeisterin, den Finder offiziell im Rathaus zu empfangen. Daraus könnte ja sogar die Geschichte einer neuen Liebe zu der kleinen Ostseestadt entstehen… | ![]() |
Hier gibt es alle Infos: www.FLASCHENpOSTsee.de oder Schneckenpost-Flaschenpostamt Utgard, Gaetjestr. 13, 24340 Eckernförde, Z 0172-66.04.598 | impressum | |